Marcus

Marcus wurde 1182 als einziger Nachfahre des Lederhändlers Reinhard in dem Dorfe Malmedy geboren. 16 Jahre lang lebte er im Hause seiner Eltern und genoss ein recht unbeschwertes Leben. Im Jahre 1198 machte Marcus Bekanntschaft mit einer Gruppe Söldner, die durch die Lande zogen. Um den Traum eines jeden jungen Burschen zu erfüllen, ein großer Ritter zu werden, und etwas von der

Welt zu sehn, schloss er sich der Gruppe frei schaffender Söldnern an. Doch im Laufe der Jahre voller Rückschläge und Niederlagen wurde klar, dass er niemals den Stand eines ehrbaren Ritters erreichen würde. Mehr noch wurde im sehr schnell bewusst, das man in der Welt viele Opfer bringen muss, um sein Überleben zu sichern. Die Jahre, die Marcus mit den Söldnern durch die Lande zog, hinterließen ihre Spuren. Narben und Blessuren von Kriegen, Gefangenschaft und wilden Kneipenschlägereien lassen nur erahnen, was dem jungen Burschen in diesen Jahren alles widerfahren ist.

Seit dem Jahre 1201 stand Marcus nun als Söldner im Dienste des Ritters und langjährigen Freundes Martin aus dem Siepental. In seinem Dienste schloss Marcus sich dem Ritterbund der Hellweg Wölfe an. In dem Jahre 1205 nach der Geburt des Herren Jesus Christus begab sich Marcus Herr auf Kreuzzug ins gelobte Land. Aus diesem Grunde entließ ihn Martin, im Frühjahr dieses Jahres, nach 4 Jahren treuer Gefolgschaft, aus seinem Dienste. Seit jenem Tage wollte Marcus frei und ungebunden durch die Lande ziehen und im Dienste jener stehen, die den dicksten Geldbeutel für ihn parat hätten.

Es ergab sich jedoch, dass ihn schon im gleichen Jahr, der Herr Thilo von Luhnbach an seinem Hofe bat. Marcus kannte den Herr von Luhnbach aus dem Bunde der Hellweg Wölfe. Er und sein damaliger Herr Martin waren gute Freunde und hatten zusammen mit ihrem Gefolge Seite an Seite gekämpft. Der Herr von Luhnbach bat ihn sich seinem Gefolge anzuschließen, welches auch sein Schaden nicht sein sollte. Und so ergab es sich, dass Marcus seid den Tagen zum Fuße der Burg Herzberg in die Dienste des Herrn Thilo von Luhnbach eintrat und seit jenem Tage her seinem Herren durch die Lande folgt um an seiner Seite zu streiten.