Malte der Narr

Malte wurde 1181 als zweiter Sohn eines kleinen Landadeligen, der seine Ländereien im Siepental zu Huttorpe nahe der Ruhr besaß geboren.

Während sein älterer Bruder, Martin, früh als Knappe in den Dienst seines Onkels Lothar aus den Wiesen trat um später einmal die elterlichen Ländereien zu verwalten. Maltes Leben im Elterlichen Haus war unbeschwert und kurzweilig. Während der ältere Bruder, Martin, seine Knappenzeit durchlebte, zum Ritter geschlagen wurde, die Länderein der derweilen verstorbenen Vaters übernahm und selber einen Knappen auszubilden begann interessierte Malte sich herzlich wenig für das Kriegshandwerk und das adelige Getue am Hofe.

Seine Interessen galten jeher dem Spaß an Spiel, Wein und Gesang. Mit zunehmendem Alter erlernte Malte das Handwerk der Narretei und verdiente sich sein täglich Brot mit Schabernack und kleinen Kunststückchen. Nur mit den Frauen hatte er kein Glück, da er unsterblich in die, seinem Bruder versprochene, Helena von Freyekamp verliebt hatte.

Doch seine Chancen bei Helena sollten sich plötzlich erhöhen, als Martin plötzlich und unvorhergesehener Weise im Jahre 1205 mit einer kleinen Scharr loszog, um an den Kreutzzügen Richtung Osten teilzunehmen.